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Seniorenwandergruppe Salenstein

Berichte
Seniorenwanderung vom
8. Mai 2026
Trotz der teilweisen weiss-grau eingefärbten Schleierwolken versprach der Tag, uns mit warmen und sonnigen Wetter zu begleiten. Bereits zum zweiten Mal in diesem Frühjahr begab sich die Wandergruppe ins nahe Ausland.
Die Fahrt entlang dem Bodensee war bunt und farbig, was auch den fröhlichen Kindergartengruppen geschuldet war. Ab Romanshorn bummelte die S-Bahn bis Rorschach, danach flitzte sie mit nur einem Halt in St. Margrethen nach Bregenz. In Lochau bestiegen wir den gelben Kleinbus, welcher uns auf einer steilen Strasse mit vielen Kurven nach Eichenberg brachte. Beim Gasthaus «Schönblick» liessen wir unsere Blicke über die unter uns liegende Landschaft schweifen. Lindau lag leicht östlich majestätisch im See, der Rheindamm erstreckte sich in die Weite des Bodensees und die deutschen Ufergemeinden waren ebenfalls deutlich auszumachen. Danach machten wir uns an den Aufstieg zum Trögle. Ueber einen steinigen Weg, schon bald im kühlen Walde verlaufend, erreichten wir Juggen. Zwei sportliche Radfahrer kreuzten unseren Weg zur Moosegg. Nach dem Aufstieg erreichten wir dann die Pfänder-Alp und bald darauf den Alpengasthof Schwedenschanze. Hier genossen wir unser Mittagessen. Ueber uns kreiste mehrmals der Zeppelin, ferne grüssten die Vorarlberger Bergspitzen und der Bodensee lag prächtig blau schimmernd direkt unter uns.
Nach dem Mittagessen hatten wir reichlich freie Zeit zur individuellen Verfügung. Ein Rundgang durch den Alpentiergarten mit Steinböcken, Wildschweinen, Mufflons und Rotwild war für einen Verdauungsspaziergang geeignet. Die Murmeltiere waren noch in ihren Höhlen versteckt. Zusammen mit den Kollegen der Gruppe 2 fuhren wir dann mit der Seilbahn nach Bregenz. Bregenz ist die Hauptstadt des Landes Vorarlberg. Der Ortsname geht auf keltischen Ursprungs zurück und bedeutet «herausragend». Die ersten Siedlungen entstanden etwa 1500 vor Christus. Im Jahre 15 vor Christus eroberten die Römer das Vorarlberger Gebiet und errichteten dort die Stadt «Brigantium». Später, etwa ab 410 nach Christus, besiedelten die Alamannen das Gebiet. Die Missionare Columban und Gallus wirkten um 610 / 612 im Raum Bregenz. Bekannt ist die Stadt für die wundervolle Bühne am See mit den Bregenzer Festspielen. Wir bummelten durch die Altstadtgassen, vorbei am markanten Martinsturm. Auch die Herz-Jesu-Kirche mit den beiden auffallenden spitzen Kirchtürmen beeindruckte uns. An verschiedenen Stellen sind in den Strassen sogenannte «Stolpersteine» versenkt, welche an verfolgte Personen aus der Zeit des Nationalsozialismus erinnern.
Die Wanderer der Gruppe 2 bestiegen nach einer kurzen Stärkung in Lochau den Landbus Richtung Pfänder. Ein kleiner Fussmarsch führte zum Berggasthaus Pfänder-Alp, wo man ein feines Mittagessen genoss. Nach der Verpflegung erfolgte die Wanderung zum Wildpark Pfänder. Dort wurden die kräftigen Gämsen und weitere Bergtiere bestaunt. Nach dem Genuss vom herrlichen Ausblick über das weite Land machte man sich schon wieder auf den Rückweg, zusammen mit Gruppe 1. Die Heimreise führte im überfüllten Schnellzug zuerst nach St.Gallen und danach mit der S-Bahn über Romanshorn-Kreuzlingen zurück in unsere Ausgangsbahnhöfe.
Text: 11.05.2026 / rh / cl l

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