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Februar 2026

 

Seniorenwandergruppe Salenstein

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Berichte

 

Seniorenwanderung vom 13. Februar 2026

Nach einem stürmischen und regnerischen Tag lachte die Sonne bereits am frühen Morgen. Im Programm der Seniorenwandergruppe ist jeweils im Februar ein Ausflug mit einer Besichtigung vorgesehen. Der Kommando-Bunker in Weinfelden war dieses Jahr unser Ziel.

Nach der Anfahrt von unserem Ausgangsbahnhof über Kreuzlingen wanderten wir vom Bahnhof Weinfelden über die Felsenstrasse zum Durchgang unter dem Haus Gerwi weiter zum Scherbenhof. über einen Kiesweg erreichten wir nach einem kurzen Aufstieg die Haustrasse und bald darauf unseren Treffpunkt an der Schnellerstrasse. Wir wurden von den Mitgliedern des Vereins Festungsgürtel Kreuzlingen, Urs Ehrbar, Hansjörg Brehm und Markus Schönholzer begrüsst.

Der Verein bezweckt die Förderung des öffentlichen Interesses an der Geschichte und der Technik der Anlagen des Festungsgürtels Kreuzlingen als Bestandteil der schweizerischen Grenzbefestigungen während des zweiten Weltkrieges sowie des Kalten Krieges. Der Festungsgürtel Kreuzlingen entstand zwischen 1937 und 1939. Von Bottighofen über das Liebburgtobel nach Lengwil, weiter über Schloss Castell bis nach Triboltingen entstanden 42 Bunker. 1994 wurden die Bunker aufgelöst und an die Standortgemeinden verkauft. In Bottighofen und Lengwil sind noch 2 davon im Originalzustand erhalten, 5 weitere wurden in der Zwischenzeit vom Verein wiederhergestellt.

In drei Gruppen konnten wir so das Innenleben des Bunkers, welcher im Sandstein tunnelartig ausgebrochen wurde, besichtigen. In den ersten Räumen wird die Entwicklung der Feuerwaffen dargestellt, von den ersten Hinterladern zu Karabinern und den modernen Sturmgewehren. Auch die Entstehung der Pistolen wird dokumentiert und es sind Bajonette und Offizierssäbel ausgestellt. In einem weiteren Raum ist auch die Entwicklung der Maschinengewehre sowie des Raketenrohrs anschaulich dargestellt.

Der Aufbau der Armee vor dem Fall des eisernen Vorhangs wurde uns anschaulich vermittelt. Die Grenzbrigade 7 hatte die Aufgabe, den Raum zwischen Eschenz über den Seerücken zur Thur bis nach Weinfelden und von dort aus über Bischofszell und der Steinach bis nach Horn zu sichern. Dazu dienten auch die oben erwähnten Bunker und zusätzlichen Panzersperren. Die gesamte Anlage wurde 1940 erstellt, zwischen 1962 und 1965 ausgebaut und 1981 bis 1989 modernisiert. In der gewaltigen Anlage konnten sich bis zu 90 Personen in engen Verhältnissen aufhalten. Beeindruckend ist der gewaltige Maschinenraum mit den Notstromanlagen, der Belüftung und Entfeuchtung. Eine grossartige Bibliothek mit Literatur zur Armeegeschichte und den Weltkriegen überquillt beinahe. Beklemmend sind teilweise die engen Schlafsäle und Wachlokale.

Nach der eindrücklichen Führung und einem herzlichen Danke wanderten wir zurück ins Zentrum, vorbei an der markanten evangelischen Kirche bis zum Restaurant Löwen. Hier genossen wir das Mittagessen, bei vielen verbunden mit dem Austausch von Erlebnissen aus dem Militärdienst.

Nach dem Mittagessen kehrten die Mitglieder der Gruppe 2 zurück nach Hause. Gruppe 1 wanderte durch den Badstubenweg dem Haffter- und Komitee-Park entlang und gelangte so auf den Weinfelder Weinweg. Nebst dem prächtigen Haus zur Schwärze passierten wir lauschige Wohnquartiere und erreichten so über die Weinbergstrassen die Bachtobelstrasse und über einige ansteigende Kurven die Thurbergstrasse. Dank dem föhnigen Wetter war der Blick sowohl Richtung Vorarlberg, Alpstein, Churfirsten und die Innerschweizer Alpen fantastisch. Ebenfalls lagen das Thurtal und die angrenzenden Hügel greifbar vor uns. Auf einem angenehmen, teilweise ansteigenden, dann wieder abfallenden Weg erreichen wir das Gasthaus Haldenhof in Ottoberg für eine kleinen Kaffeehalt. Der Rückweg führte uns durch Ottoberg nach Märstetten. Mit dem Postauto kehrten wir, beeindruckt von den vielen Erlebnissen, wohlbehalten nach Hause zurück.

Text: 15.02.2026 / rh



 

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