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November 2025

 

Seniorenwandergruppe Salenstein

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Berichte

 

Seniorenwanderung vom 14. November 2025


Einer der letzten warmen, sonnigen Novembertage brach an; am Untersee noch durch feucht-grau Nebelschwaden versteckt. Für unsere Wanderungen benützen wir jeweils sowohl für den Hin- wie auch den Rückweg die öffentlichen Verkehrsmittel. Das Postauto ab Weinfelden wurde durch die Mutter des Schwingers Samuel Giger gelenkt und führte uns auf schmalen Nebenstrassen durch unbekannte Weiten bis nach Lanterswil.

Hier starteten wir unsere Wanderung, welche dem Thurgauer Vermessungsweg folgte. Auf 24 Informationstafeln erfährt man Fakten und Details aus der Vermessung von den Anfängen bis zur Moderne. Wir wanderten, leicht ansteigend über die Weiler Neuhof und Kirchbühl zum Wald. Diesen querten wir im Gebiet Chatzestaag-Tempel und erreichen bald den höchsten Punkt. Der Herbst hatte sich im Wald bereits die bunten Blätter von den Bäumen geholt und damit Waldweg und Bäche verziert. Aus dem Wald kommend konnte man bereits die Kirchtürme von Welfensberg und Wuppenau ausmachen. Zwischen Secki und Bühl ging es dann auf der Strasse rasant hinunter nach Wuppenau. Durch das Dorf gelangten wir zum Hüttenagger und einem erneuten Aufstieg. Bis zum Weiler Grub war es anstrengend und zunehmend wärmer und sonniger. Am Rand grüssten die Informationstafeln des Barfussweges Wuppenau. Im Restaurant Ilge in Hosenruck genossen wir unsere Mittagsrast.

Nach dem Essen schlenderten wir zuerst auf den Nollen. Dort steht der markante Triangulationspunkt, Schlusspunkt des Vermessungsweges. Die Aussicht vom Nollen ist spektakulär!! Südlich grüssten, vom Saharastaub leicht verschleiert, Säntis, Churfirsten, Innerschweizer Alpen und das Fürstenland. Östlich glitzerte der Bodensee in seiner Pracht. Noch weiter östlich waren die Spitzen des Vorarlbergs auszumachen. Nördlich lag das Thurtal mit samt den Hügelzügen vom Ottenberg, Seerücken und all seinen Dörfern, Schlössern und Weinbergen vor uns. Nachdem wir uns (nicht vollständig) satt gesehen hatten, setzten wir die Wanderung fort. Leicht abfallend führte die Strasse über Welfensberg nach Grobenbach. Nun wurden die Wege etwas schmutziger, Pilze grüssten aus dem Unterholz. Durch das Noleholz gelangten wir, zuletzt auf einer steilen Treppe, zur Höhle Bruederloch. Das Bruederloch befindet sich am Osthang des tief in die Landschaft eingeschnittenen Itobels. Interessant sind die waagrecht verlaufenden Schichten von Nagelfluh, Sandstein und Mergel. Das Bruederloch stammt vermutlich aus vorchristlicher Zeit und wurde wahrscheinlich als Zufluchtsort genutzt. Einige Wagemutige wagten sich in die kleine enge Öffnung! Wir setzten unsere Wanderung entlang des Iitobels fort. Der Iitobelbach hat eine tiefe, breite und romantische Naturoase geschaffen. Bald erreichten wir Mettlen, wo wir geduldig auf das Postauto warteten.

Eine stattliche Anzahl Wanderer der Gruppe 2 fuhr nach Wuppenau und genoss eine Stärkung im Landhaus in Hosenruck, wo der Kaffee noch 3 Franken kostet. Danach ging es zum Nollen, wo beim Triangulationspunkt Informationen abgeholt wurden zur AV 95 (amtliche Vermessung System 1995), was aber mittlerweile schon wieder veraltet ist. Danach ging es Richtung Welfensberg und zurück nach Hosenruck zum gemeinsamen Mittagessen mit der Gruppe 1. Am Nachmittag führte die Wanderung über Welfensberg, vorbei an der stattlichen Kirche nach Hagenwil (Gemeinde Schönholzerswilen). Dort ging es mit dem Bus nach Weinfelden und mit den Kameraden von Gruppe 1 zurück nach Hause. Sicher und reicht beschenkt von einer Wanderung inmitten teilweise unbekannter Naturgefilde kehrten wir so gemeinsam nach Hause zurück. 

Text: 16.11.2025 / rh / cl





 

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