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Seniorenwandergruppe Salenstein

Berichte
Seniorenwanderung
vom 13. Juni 2025
Bereits am frühen Morgen schien die Sonne kräftig; ein heisser Tag war angekündigt. An vielen Stationen warteten Klassen mit kleineren und grösseren Kindern auf ihren Ausflug. Die Anreise über Romanshorn-Rorschach und dann mit der Zahnradbahn nach Heiden verlief trotzdem angenehm.
Zu Beginn starteten wir unsere Wanderung im Hotel Heiden mit einem Kaffee und Gipfeli, kurz begrüsst durch die Leiterin des Hotels. Danach wanderten wir durch Heiden, vorbei am Dunant Museum und weiter in Richtung Bischofsberg. Der Weg stieg nun stetig an über asphaltierte Strassen, über Feldwege und durch gemähte Wiesen. Der Bodensee war vorerst nur teilweise zu sehen, - ein feiner hellgrauer Dunst legte sich über die Landschaft. Immer wieder galt es, die Weidezäune sorgfältig zu öffnen und zu schliessen. Die zunehmende Steigung und die nun kräftig einheizende Sonne erzeugte unzählige Schweisstropfen. Beim Weiler Rütegg machten wir eine kurze Pause. Dort öffnete sich der Blick weit über den Bodensee hinaus: Das deutsche Ufer und die angrenzenden Hügel traten deutlicher hervor. Nach dieser kurzen Rast wanderten wir weiter über Büelen und erreichten so die Kapelle St. Anton. In einer Chronik wird sie auf dieser Anhöhe als Ort beschrieben, wo die müden Rheintaler bei ihrer Reise nach St.Gallen Rast nahmen und dem heiligen Antonius ihre Anliegen brachten. Im Juni 1931 wurde die Kapelle vom Blitz getroffen und brannte aus, wurde wieder erstellt und 2005 innen und aussen renoviert. Die Aussicht von St. Anton auf das St.Galler Rheintal, Säntis und Hoher Kasten sowie den Bodensee ist einmalig. Es ist daher nicht erstaunlich, dass dies ein beliebter Ausflugsort ist.
Im Restaurant St. Anton genossen wir unser Mittagessen, traditionell bestehend aus Siedwurst und Kartoffelsalat. Danach wanderten wir vorerst ein Stück des bisherigen Weges zurück nach Büelen, bogen dann ab nach Zelg, streiften den grossen Hof der Siedlung Tanne und gelangten so, auf und ab, die Weiler Langenegg und Nasen streifend, nach Kaien. Dort warteten wir geduldig auf das Postauto. Via Rehetobel und Speicherschwende brachte uns der Chauffeur sicher und flink durch die kurvige - und von Bächen zerfurchte - Landschaft zum Bahnhof St.Gallen. Dort erfrischten sich die meisten von uns mit einem feinem italienischen Gelati bis zur Heimreise mit der S11.
Der nachstehende Text wurde von Carlo Leuch verfasst. Gruppe Zwei unternahm nach dem Kaffeehalt einen Fussmarsch zur alten Mühle am Gstaldenbach. Es handelt sich dabei um eine historische, herrschaftliche Mühle von 1789. In einer aufschlussreichen Führung durch den Präsidenten des Stiftungsrates erfuhren die Wanderer viel Interessantes früherer und künftiger Aktivitäten und Entwicklungen. In der Mühle war auch eine Wirtschaft untergebracht. Wände und Decken sind überreich mit Malereien aus dem alten und neuen Testament verziert. Diese sind kommentiert mit langen Erläuterungen auf Spruchbändern. Danach marschierten sie zurück nach Heiden und gelangten mit dem Postauto nach St.Anton. Nach dem Mittagessen folgte noch eine kleine Wanderung zur kleinen Feuerwehr-Ausstellung und zur Kapelle St.Anton. Zum Abschluss genossen sie eine der besten Crèmeschnitten des Appenzellerlandes im Kafi Anton. Die Rückreise wartete nochmals mit einer Überraschung auf: Die Fahrt von Heiden nach Rorschach erfolgte im ehrwürdigen offenen Bahnwagen, mit Frischluft und herrlicher Aussicht auf den Bodensee. In Romanshorn trafen sie auf die Wanderer der Gruppe 1 und wir kehrten zusammen voller interessanter Eindrücke nach Hause zurück.
Text: 15.06.2025 / rh


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