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Seniorenwandergruppe Salenstein

Berichte
Seniorenwanderung
vom 15. August 2025
Der Sommer hatte sich beileibe noch nicht verabschiedet – im Gegenteil, ein heisser Tag wurde angekündigt. Dies hielt jedoch eine grosse Schar Männer nicht von der angekündigten Tageswanderung ab. Wie üblich benutzten wir für die Anfahrt nach Stammheim die Verbindungen mit
Thurbo.
Bereits am Bahnhof Stein am Rhein begrüsste uns Markus und erläuterte kurz unser Tagesprogramm. Danach marschierten wir, vorerst noch recht zügig, durch Oberstammheim und erreichten bald die Rebberge. Die Trauben leuchteten bereits blau unter den Blättern. Am Ende des Dorfes steht auf einer kleinen Anhöhe die Galluskapelle. Sie gilt als ältestes Kirchenbauwerk im Stammheimertal, ihr romanischer Kernbau stammt aus dem 11./12. Jahrhundert. Im Innern sind die Wände mit mittelalterlichen Fresken geschmückt. Wir wanderten weiter, den Rebbergen entlang, kreuzten die Siedlung St. Annahof und gelangten so nach Nussbaumen. Hier querten wir die Strasse und begaben uns zum Bade- und Picknickplatz am westlichen Ende des Nussbaumersees. Eine kleine Pause mit einem Schluck erfrischendem Getränk sowie die wunderbaren Seerosenteppiche machten uns wieder munter. Entlang dem Nussbaumersee durchquerten wir das Riet und schon bald erreichten wir das Ufer des Hüttwilersees. Die Landschaft im Seebachtal wurde durch die Gletscher nachhaltig geformt. Bereits bis 6500 vor Christus siedelten hier die ersten Jäger; später besiedelten Pfahlbauer die Seen. Die ausgedehnten Feuchtgebiete sind ein bekanntes Gebiet für seltene Amphibien. Die Stiftung Seebachtal kümmert sich um die Erhaltung und Pflege dieser einmaligen Landschaft. Wir grüssten kurz die Ruine Helfenberg und wandten uns nun südwärts; über Felder und eine Asphaltstrasse erreichten wir Buch. In der heimeligen Landgastwirtschaft zum Hirschen genossen wir, zusammen mit den Kollegen der Gruppe 2 sowie weiteren, mit dem Auto angereisten Kameraden, die Mittagspause.
Nach dem Mittagessen wurde es zunehmend heisser. Gruppenweise wanderten wir über staubige und auch asphaltierte Strassenstücke weiter, vorbei an der Siedlung Stegacker und erreichten so das Gebiet Tuuregg. Von hier aus konnten wir unsere Blicke ins weite Thurtal richten. Kurz nach dem Althof mündete der Weg in den Wald, in welchem stattliche Buchen den Weg säumen. Stetig abwärts gelangten wir zur Kartause Ittingen. Dieses einmalige Kulturgut durchquerten wir staunend ob der gepflegten Wegen und Gärten mit samt einem mystischen Labyrinth. Zum Abschluss wartete noch eine spezielle Herausforderung auf uns: Durch den Weinberg «Kirchwingert» führt eine begehbare Himmelsleiter. Es sind 185 Treppenstufen, welche mit himmelblauen Holzbrettchen bestückt sind, zu überwinden. Natürlich blieben die meisten von uns immer wieder einmal stehen, um weiterhin die Aussicht zu bewundern und kurz durch zu atmen. Nach diesem Abenteuer genossen wir nochmals eine Erfrischung im Restaurant Weinberg und kehrten dann mit Postauto und Bahn müde, verschwitzt und mit vielen Eindrücken versehen, nach Hause.
Die Wanderer der Gruppe 2 verweilten noch etwas in Stammheim bei den schönen alten Riegelhäusern und den stattlichen Gasthöfen. Mit dem Postauto fuhren sie nach Stutheien, wo Überreste einer römischen Villa zu sehen sind. Wandernd erreichten sie den Hüttwilersee, wo schon viele Badegäste ihre Bäuche sonnten. Entlang eines schattigen Waldrandes gelangten sie zum Weiler Hub - für eine kurze Pause. Von weitem sah man bereits das Kirchlein von Buch, bekannt vom einstigen grossen Sängerfest. In Buch wurden sie von den Dorfleuen freundlich empfangen. Nach dem Mittagessen besichtigten sie den Weiler Buch und fuhren anschliessend mit dem Postauto nach Warth. Die Himmelsleiter wurde auch für sie zur Herausforderung – und zur Belohnung gab es auch für Gruppe 2 eine Erfrischung im Restaurant Weinberg. Alle waren sichtlich froh, dass die Postautostelle für die Heimfahrt in der Nähe lag. Dieser Abschnitt wurde mir von Carlo zugestellt.
Text: 16.08.2025 / rh


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