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Januar 2019

 

Seniorenwandergruppe Salenstein

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Berichte

 

Wanderung von Wagerswil, Sonterswil,
nach Gunterswilen vom 18.01.2019

Senioren Wandergruppe von Fruthwilen,
Salenstein und Mannenbach


Unsere erste Wanderung in diesem Jahr hat es in sich. Wir marschieren durch verschiedene Weiler. Ein Novum für uns alle das Postauto fährt auf der neuen Strecke von Ermatingen nach Weinfelden und entlässt uns in Wagerswil. Ein Weiler mit grossen Bauerngehöften aber auch stillgelegten Bauernhäusern. Wir ahnen es nicht, dass hinter einer dieser Fassaden eine kleine Brauerei naturtrübe Premiumbiere herstellt. Immer nur Samstag wird der Braukessel von Herrn Thalmann angerührt und dabei braut er 50 Liter schmackhaftes «hopfiges» Bier. Chistian Vetsch, unser Wanderführer, gewährt uns keine Pause das dunkle Bier zu trinken. Verständlich, denn wir haben kaum unsere Wanderschuhe bewegt.

Was für ein Wetterglück. In der Nacht verzauberte der Schnee die schöne Seerückenlandschaft mit einem weissen Tuch. Die Sonne strahlt und lässt die Schneekristalle erleuchten. Die 19 Wandersmannen sind alle in wohlig, warme Winterkleidungen eingewickelt und sind wacker zu Fuss.

In Sonterswil schnaufen wir vorbei an einem modern ausgebauten Bauernbetrieb mit Computer gesteuerter Melkanlage. An das alte Gehöft schmiegt sich das im Stil des Spätbarocks erbaute Sonterswiler Schlössli mit seinem grossen Mansarddach. Erbaut so um 1833. Man wundert sich, wer damals in dieser Abgeschiedenheit ein solch stattliches Wohnhaus erbaut hat. Sicherlich von dem dortigen Grossbauer mit einer vielzähligen Kinderschar. Das Dach ist ausgebaut auf zwei Etagen, damals bestimmt für das Personal.
Im letzten Spätherbst wurde die Erdscholle auf den Feldern um Gunterswilen geradlinig umgepflügt. GPS macht’s möglich! Der Bauernweiler duckt sich oben auf dem Seerücken. Die Häuser mit ihren roten Dächern, ineinander gerückt, dem Wind trotzend, blicken zu den Alpen. Pferdeställe, Schafherden und einige Traktoren bestimmen hier den Tagesrhythmus. Unscheinbar in diese Häuserlandschaft eingebettet, die Gastwirtschaft Alpenblick. Die heimelige Stube lädt uns zu einer Pause der Entspannung ein. Hier treffen wir die Gruppe zwei von Carlos, die bereits die Plätze erobert haben und prosten sich gegenseitig zu. Die Wanderschar füllt das Lokal und die Hände der Wirtin sind nur noch damit beschäftigt, die durstigen Kerle schnellst möglich zu bedienen. Die schmackhaften, knusperigen Nussgipfel versiegten im Nu! Der Kachelofen strahlt heimelige, wohlige Wärme aus und Christians Worte des Aufbruchs waren daher schwer zu befolgen. Eins muss festgehalten werden: Diese Wandersmannen haben sich unendlich viel «Lautes» zu erzählen, so dass die Lokalität den Schall kaum mehr verarbeiten kann. 

Aufbruch zur letzten Etappe. Vorbei an einem Pferdemisthaufen, bei dem explizit erwähnt werden soll, dass bei unserem Vorbeimarsch eine Dame eine Schubkarre voll dampfender und gut riechendem Dung in diese Einzäunung verfrachtete. Die immer und überall Erreichbarkeit mit dem mobilen Handy hat sicherlich auch seine Berechtigung. In der Schenkeltasche der Jeanshose eines neben mir Mitwandernden ertönt plötzlich das Gebimmel. Einmal und zweimal. Beim dritten Male besonders intensiv mit noch zusätzlichem Haus-Alarm-Notruf. Gerade verschwindet er noch rechtzeitig in einem der vorbeifahrenden Wagen eines Wanderkollegen, der ihn auf schnellstem Wege zur Ursache des Alarms steuert.
Beim Heraustreten dieses vermummten Kontingentes aus dem Walde in Richtung Eggishof, sprang ein auf Beute lauernder Fuchs erschrocken auf und verschwand im Nu im Walde. Entlang des Bauerngehöfts in Richtung nach Hause begrüsst uns aus ihrer überdachten Unterkunft eine ganze Herde Schafe mit ihrem Geblöke. Was war nun lustvoller anzuhören? Das «Laute» der Herrenmannschaft oder das «Gemääääääh»?

Auch eine Nachmittagswanderung hat seine Reize. Christian hab Dank für die gut ausgewählte Route durch unsere heimatliche Winterlandschaft.

Text: Werner Dierauer, 18.01.2019




 

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